Holen Sie sich das Bildungsteilzeit-Geld!

Sie möchten sich weiterbilden, Ihren Arbeitsplatz aber nicht aufgeben? Reduzieren Sie doch einfach Ihre Arbeitszeit und kassieren Sie für die Stunden, die Sie weniger arbeiten, Bildungsteilzeit-Geld! Seit 1. Juli 2013 ist das möglich.

So viel bekommen Sie

Pro Stunde und Tag zahlt das AMS 0,76 Euro. Angenommen, Sie wechseln von 40 auf 25 Stunden pro Woche, dann sind das:

15 (die Stunden, die Sie nicht mehr arbeiten) x 0,76 (Bildungsteilzeit-Geld) x 31 (Anzahl der Tage, in diesem Fall z. B. der Monat August) = 353,4 Euro im Monat!

Können Sie Bildungsteilzeit nehmen?

Wenn Sie diese zwei Fragen mit „ja“ beantworten können, sieht es gut für Sie aus:

  • Sind Sie mindestens 6 Monate bei der gleichen Firma mit der gleichen Wochenstunden-Arbeitszeit beschäftigt?
  • Haben Sie das schriftliche Einverständnis Ihres Arbeitgebers über die Dauer, den Beginn und das Ende Ihrer Bildungsteilzeit?

Die diversen Haken an der Bildungsteilzeit

Sie müssen Ihre Arbeitszeit um mindestens ein Viertel reduzieren, maximal aber um die Hälfte. D.h. bei einem 40-Stunden-Job mindestens 10 Stunden, maximal aber 20. Darüber hinaus müssen Sie während der Bildungsteilzeit mindestens 10 Stunden pro Woche arbeiten.

Die berufliche Aus- bzw. Weiterbildung muss mindestens 10 Wochenstunden betragen (Lern- und Übungszeiten inklusive). Sie müssen mindestens 4 Monate, maximal aber 24 Monate in Bildungsteilzeit gehen. Die Ausbildung kann aber aufgeteilt werden und sich so über max. 4 Jahre erstrecken. Sie müssen die Ausbildung nachweisen können (z.B. Kursbesuchsbestätigung).

Und jetzt noch der Antrag…

Den können Sie bei dem für Sie zuständigen AMS stellen.

Bildungsteilzeit

Bestmögliche Qualifikation ist nicht nur ein Schlüssel zum Erfolg im Beruf. Sie ist eine wesentliche Grundlage, um Arbeitslosigkeit schon an der Wurzel zu bekämpfen. Dazu wurde mit dem Modell der Bildungsteilzeit ein entscheidender Beitrag geleistet. Diese Neuerung hat Minister Reinhold Mitterlehner anlässlich der Beschlussfassung der Bildungsteilzeit im Nationalrat, vorgestellt.

Flexibilität heißt, es wird die Möglichkeit geboten, Weiterbildung mit Verbleib im Betrieb durchzuführen. Mit der berufsbegleitenden Bildungsteilzeit wird ein Win-Win-Szenario für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Arbeitgeber eingeführt. Konkret bedeutet Bildungsteilzeit eine Reduzierung der Arbeitszeit um 25 oder 50 Prozent. In einer schriftlichen Vereinbarung wird zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Dauer, das Ausmaß und die zeitliche Lagerung der Arbeitszeit detailiert fixiert.

Die Mindestdauer beträgt vier Monate, die Höchstdauer zwei Jahre. Um in Bildungsteilzeit gehen zu können, muss das Arbeitsverhältnis mindestens schon sechs Monate gedauert haben. Nach Genehmigung durch das AMS erhält man für die Dauer der Bildungsmaßnahme ein Weiterbildungsgeld.

Mit der Bildungsteilzeit wurde ein Modell geschaffen, mit dem auch während der Weiterbildung ein Auskommen mit dem Einkommen möglich ist und darüber hinaus auch die Erholungszeit vorhanden bleibt. Damit wurde das Ziel, lebensbegleitendes Lernen unter fairen Bedingungen, erreicht.